Max Havelaar steht für Fairness und Nachhaltigkeit. Der Stiftung sind neben sicheren Einkommen für Kleinbauern und Plantagenmitarbeitenden auch die Gesundheit und Zufriedenheit ihrer Mitarbeitenden in der Schweiz wichtig. Sie pflegt deshalb ein betriebliches Gesundheitsmanagement.

Die Mitarbeitenden von Max Havelaar sind häufig belastenden Situationen ausgesetzt. «Sie bewegen sich in politischen Spannungsfeldern von Afrika, Asien und Lateinamerika und müssen sich in unterschiedlichen Kulturen zurechtfinden», sagt Genoveffa Giallorenzo, HR-Managerin bei Max Havelaar. Daher sei die Arbeit manchmal nervenaufreibend. «Unsere Mitarbeitenden brauchen Ausdauer und eine gewisse Stressresistenz.» Die Stiftung will dabei unterstützen, diese herausfordernden Situationen noch besser zu meistern.

In Arbeitsgruppe Bedürfnisse artikuliert

Die Geschäftsleitung wollte von den Mitarbeitenden wissen, welche Änderungen sie sich wünschen, wo der Schuh drückt und was der Arbeitgeber Max Havelaar besser machen kann. Dafür hat Genoveffa Giallorenzo nach einer ersten Befragung die Fachspezialisten des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) von SWICA beigezogen. «In einer Arbeitsgruppe konnten die Mitarbeitenden ihre Bedürfnisse artikulieren», sagt Giallorenzo. Das sei sehr positiv angekommen.

«Es ist wichtig, dass die Geschäftsleitung den Mitarbeitenden zuhört, um das Engagement hoch zu halten und die Effizienz zu steigern», sagt Luca Puliafito, Mitarbeiter von Max Havelaar. Das hat die Geschäftsleitung denn auch getan und schliesslich die Mitarbeitenden selbst Verbesserungsvorschläge ausarbeiten lassen, der Umsetzung sie dann mit wenigen Anpassungen beschloss. Dazu gehören unter anderem Workshops zu Führungsleitlinien oder Massnahmen zur Verbesserungen der Arbeitsqualität. Zudem gaben die SWICA-Fachspezialisten in Referaten Inputs zu Themen wie Resilienz und Stressbewältigung.

Es geht weiter im Jahr 2020

Die krankheitsbedingten Abwesenheitsstunden gingen um 13 Prozent zurück. «Wie stark dieser Rückgang mit dem BGM zusammenhängt, dürfte sich erst in ein paar Jahren zeigen», sagt Genoffeva Giallorenzo. Sie ist aber zuversichtlich: «Unter dem Strich haben wir durch die Reduktion der Absenzen mehr gespart, als uns das BGM gekostet hat.»

Marianne Schambeck, Mitarbeiterin von Max Havelaar, merkt an: «Ich habe sehr geschätzt, dass wir mitwirken konnten. Ein solcher Prozess braucht aber genügend Zeit und darf nicht nach Schema F ablaufen.» Das ist mit ein Grund, warum Max Havelaar im Jahr 2020 weitermacht. «Während das Jahr 2019 unter den drei Fokusthemen Stressbewältigung, Wertschätzung und Absenzenmanagement stand, starten wir in das Jahr 2020 mit der Ergonomie», sagt Giallorenzo.

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