Covid-19 und andere Infektionskrankheiten werden die Welt wohl auch in Zukunft noch beschäftigen. Um sich zu schützen, brauchen Arbeitgeber und -nehmer unter anderem Massnahmen für ein starkes Immunsystem. Ein betriebsinternes 60- bis 90-minütiges Online-Referat gibt frische Impulse.

Ein starkes Immunsystem, das vor Ansteckungen oder vor schwerem Erkrankungsverlauf schützt, ist nicht nur eine Sache der Gene. «Wir haben es in der Hand, unser Immunsystem so gut wie möglich zu stärken», sagt Ärztin Michaela Hausmann von Telemedizinanbieter santé24.

«Die Faktoren Gene, Alter, Geschlecht und bestimmte Umweltfaktoren, die aktuell ein Risiko für Covid-19 darstellen, können wir nicht beeinflussen. Andere Faktoren wie Rauchen, Übergewicht und daraus resultierende Folgeerkrankungen aber schon.» Worauf es dabei ankommt und was sich hinter den Säulen eines gesunden Immunsystems verbirgt, erklärt die Medizinerin anhand eines 60- bis 90-minütigen Online-Referats.

Schlüsselfaktoren Ernährung, Bewegung und Schlaf

Wenn jemand eine schwache Körperabwehr hat und häufig Infekte aufliest, kann das auf viele Ursachen zurückgehen. Ein Blick auf die Lebensweise liefert erste Hinweise. Wie sieht es mit der Ernährung aus? Ist sie nährstoffreich und ausgewogen? Oder ist sie überwiegend zucker- und fetthaltig und verursacht Übergewicht? Wie Studien zeigen, führt überschüssiges Körperfett, besonders am Bauch, zu vermehrten «stillen» Entzündungsprozessen. Weil die körpereigenen Abwehrzellen mit diesen beschäftigt sind, wird die Abwehrkraft gegen Erreger von aussen geschwächt.

Mangelnde Bewegung und zu wenig Schlaf sind weitere Faktoren, die der natürlichen Abwehr zusetzen. Und schliesslich stellt chronischer Stress wegen der Ausschüttung von Stresshormonen im Blut langfristig eine Gefahr nicht nur für die Gesundheit allgemein dar, sondern eben auch für das Immunsystem.

Bewegung baut Stress ab

Neben den zu vermeidenden Faktoren gibt es solche, die das Immunsystem zusätzlich unterstützen können. In der Ernährung sind das ausgesuchte Vitamine und Mineralstoffe. Besonders wichtig: die Vitamine B₆, B₉, B₁₂, C, D, Zink, Eisen und Selen, ausserdem Omega-3-Fettsäuren. Da es in den sonnenarmen Wintermonaten den meisten Menschen an immunförderndem «Sonnenvitamin» D fehlt, könne die Supplementierung mit Nahrungsergänzungspräparaten sinnvoll sein, rät Medizinerin Michaela Hausmann.

Von zentraler Bedeutung für Gesundheit und Wohlbefinden und damit auch für das Immunsystem sind Massnahmen zum Stressabbau. Regelmässige Bewegung bei moderater Intensität verbessert die Immunreaktion nachweislich und wirkt gegen Stress. Also zum Beispiel Nordic Walking, Velofahren oder Yoga; Sportarten, die sich gut auch in der Mittagspause betreiben lassen. Ein Muskelzuwachs ist neben einer entsprechenden Ernährungsumstellung die beste Voraussetzung, dass der Stoffwechsel auf Vordermann gebracht wird und überschüssige Pfunde schmelzen.

Positives Denken mit der Hilfe eines «Dankbarkeitstagebuchs» zum Festhalten guter Momente des Tages, unterstützt das Immunsystem in turbulenten Zeiten. Humor und Lachen, gegebenenfalls auch «künstlich» hervorgerufen durch Lachyoga-Übungen, und gute soziale Kontakte sind neben klassischen Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Meditation erprobte Methoden, um gerade in Krisenzeiten gesund und stabil zu bleiben.

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