Psychische Probleme am Arbeitsplatz führen häufig zu Krankschreibungen oder zum Stellenverlust. Die Dienstleistung «Arbeitgeber-Beratung: Psychisch auffällige Mitarbeitende sicher führen» ermöglicht Führungskräften, telefonisch Rat zu holen bei Fragen oder Unsicherheiten im Zusammenhang mit psychisch auffälligen Mitarbeitenden.

Wie verschiedene Studien zeigen, weist jeder fünfte Erwerbstätige während des Arbeitslebens mindestens einmal eine psychische Störung auf. Bei den meisten handelt es sich um leichtere Probleme, so dass sie ihrer Arbeit trotzdem gut und unauffällig nachgehen können. Je länger ein Mitarbeiter krankgeschrieben ist, desto weniger traut er sich die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu. Die Arbeitsumgebung ist zudem immer weniger bereit, dem Betroffenen beim Wiedereinstieg behilflich zu sein. Es ist deshalb entscheidend, längere Arbeitsunfähigkeiten zu verhindern.

Jobverlust verschärft das Problem

Da Arbeitgeber nicht immer genügend geduldig sind, psychisch erkrankte Mitarbeitende zu reintegrieren, werden Arbeitsverhältnisse oft aufgelöst. «Der Verlust des Arbeitsplatzes beeinflusst die Genesung und somit die Dauer der Arbeitsunfähigkeit meistens negativ», erklärt Manuel Niedermann, Leiter Care Management Unternehmen bei SWICA. «Führungskräfte spielen eine entscheidende Rolle bei der Reintegration von Mitarbeitenden. Oft sind sie jedoch überfordert und holen sich zu wenig oder zu spät professionelle Hilfe.»

Die Herausforderung liegt in der Frühintervention: Führungskräfte müssen unterstützt werden, bevor es zu einer Krankschreibung kommt und solange die Arbeitsumgebung noch hilfsbereit ist. Aus diesen Gründen bietet SWICA die Dienstleistung «Arbeitgeber-Beratung: Psychisch auffällige Mitarbeitende sicher führen» in Zusammenarbeit mit der Psychiatrie Baselland an: Führungskräfte können bei Unklarheiten, Fragen, Unsicherheiten oder Problemen in Zusammenhang mit psychisch auffälligen Mitarbeitenden telefonischen Rat einholen. Ein speziell geschultes Team aus Ärzten, Psychologen und Pflegefachpersonen klärt das Problem telefonisch ab und vereinbart bei Bedarf ein gemeinsames Gespräch mit der ratsuchenden Führungskraft. Partner ist die Psychiatrie Baselland, die in diesem Bereich unter der Leitung von Dr. phil. Niklas Baer Forschungsprojekte betreibt und langjährige Erfahrung ausweist.

Ein Paradigmawechsel

Das Angebot ist bewusst niederschwellig angelegt: Es soll Vorgesetzte ermutigen, die Beratung bereits bei Beginn eines Problems zu beanspruchen. Sie sollen um Rat fragen, wenn sie das Gefühl haben, dass ein Mitarbeiter  auffällig ist – auch ohne gesicherte psychiatrische Problematik oder Krankschreibung. Die Betreuung stellt einen Paradigmenwechsel dar: Nicht der Patient steht im Zentrum einer psychologischen Dienstleistung, sondern das Arbeitsumfeld.

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