Die Phoenix Mecano Komponenten AG aus Stein am Rhein führte Anfang 2019 mit der Unterstützung von SWICA ein betriebliches Gesundheitsmanagement ein. Seither sind Langzeitkrankheitsfälle und kürzere Krankenabsenzen massiv zurückgegangen und das Gesundheitsbewusstsein der gesamten Belegschaft ist gestiegen.

Absenzen kosten ein Unternehmen laut Bundesamt für Statistik pro Tag im Durchschnitt 1100 Franken. Für ein KMU mit 130 Mitarbeitenden stellen krankheitsbedingte Ausfälle, insbesondere bei Langzeiterkrankungen, daher ein grosses Problem dar. Bei der Phoenix Mecano Komponenten AG waren nicht bloss mehrere Mitarbeitende von Langzeitkrankheit betroffen, sondern auch die durchgeführte Job-Stress-Analyse ergab ein beunruhigendes Ergebnis.

Eine Investition in Prävention

«Der Geschäftsleitung der Phoenix Mecano Komponenten AG, Michael Jahn und Werner Schmid, war das Wohlergehen ihrer Belegschaft schon immer wichtig», sagt die HR-Verantwortliche Barbara Behtan. «Aber es fehlten die Strukturen. Es gab keine Prävention und kein Absenzenmanagement. Als Organisation waren wir nicht ausreichend sensibilisiert, worauf hinsichtlich der Gesundheitsvorsorge von Mitarbeitenden zu achten ist. Wenn jemand krank wurde, war die Krankheit meistens schon fortgeschritten.» Ende 2018 wurde deshalb entschieden, in ein systematisches betriebliches Gesundheitsmanagement zu investieren. SWICA wurde beauftragt, ein Konzept dafür zu erstellen.

Von der Lernenden bis zum CEO leben alle BGM

Rund eineinhalb Jahre später ist das KMU in Sachen Gesundheitsmanagement mustergültig unterwegs. Mit der Unterstützung des BGM-Teams von SWICA wurden Schritt für Schritt gesundheitsfördernde Massnahmen eingeführt: Barbara Behtan wertet periodisch die erfassten Absenzen aus und fragt nach, wenn sie sich bei jemand häufen. Sie koordiniert auch die Rückkehrgespräche in den Abteilungen. Die Kommunikation an die in technischen und kaufmännischen Berufen tätigen Mitarbeitenden läuft über verschiedene Kanäle wie E-Mails, Aushänge bei den Stempeluhren, Mitteilung auf der Lohnabrechnung oder mündlich durch die Vorgesetzten. So sollen alle erreicht werden können und erfahren, wenn zum Beispiel ein Referat über ein Gesundheitsthema angeboten wird. «Beim letzten Referat über Schlaf kamen 90 von 130 Mitarbeitenden», lobt Barbara Behtan.

Die Führungskräfte werden durch Fachspezialisten von SWICA in Absenzenmanagement und Gesprächsführung geschult, um Alarmzeichen im Team besser zu erkennen. Klar definierte Firmenwerte und das Leitbild, ein obligatorischer Teamevent und nicht zuletzt das neu eingeführte Geburtstagsgeschenk als Zeichen der Wertschätzung tragen dazu bei, dass sich die Beschäftigten besser fühlen. Körperliche Probleme hätten eben oft auch eine psychische Komponente, weiss die HR-Fachfrau.

Gesundheitszirkel als demokratisches Instrument

Auch der firmeninterne Gesundheitszirkel funktioniere sehr gut. «Die Mitarbeitenden schätzen das Mitspracherecht und bringen viel Input, für den die Geschäftsleitung ein offenes Ohr hat. Oft werden Themen angesprochen, die wir schon irgendwo auf dem Radar haben», sagt Barbara Behtan. Geplant ist, den Zirkel als Institution weiterzuführen. Rund zehn Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Abteilungen treffen sich dafür regelmässig und tauschen sich etwa alle zwei bis drei Monate mit ihr und CEO Werner Schmid aus. Weitere Projekte sind zum Beispiel die Arbeitsplatzergonomie und für alle zugängliche Intranet-Stationen. Barbara Behtan: «Jetzt müssen wir dranbleiben. Alle wollen das wirklich.»

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